Jahrmarktgelände: Hajart betoniert sich auf Asphaltwüste ein
Seit Tagen hat die Hitze Linz wieder fest im Griff. Die Auswirkungen der Temperaturen jenseits der 30 Grad sind dabei auf der Betonwüste des rund 55.000 Quadratmeter großen Jahrmarktgeländes besonders spürbar. „Der heurige Hitzesommer zeigt uns deutlich wie nie, dass wir die Begrünung und Entsiegelung der Stadt mit aller Kraft vorantreiben müssen. Gerade am Jahrmarktareal warten die Bürger:innen schon viel zu lange auf Maßnahmen, um diese eigentlich wunderschön an der Donau gelegene Fläche den Menschen zurückzugeben. Das muss endlich in die Gänge kommen“, macht die für Umwelt und Stadtgrün zuständige Stadträtin Eva Schobesberger deutlich.
Daher hat es einen gemeinsamen Termin zwischen den politisch zuständigen Referent:innen, Bürgermeister Prammer, Vizebürgermeister Hajart und Stadträtin Schobesberger, gegeben, um Rahmenbedingung zu definieren, damit wie vom Gemeinderat beschlossen, eine Planung vergeben werden kann. „Ich will mich nicht damit abfinden, dass einer der schönsten Plätze von Linz eine Betonwüste ist. Deshalb habe ich gebeten, für diesen Termin eine Diskussionsgrundlage zu erstellen, die folgende Voraussetzungen erfüllt:
- Verbesserung für die Anrainer:innen in der Ferihumerstraße,
- Attraktivierung des Areals, um eine ganzjährige Nutzbarkeit zu ermöglichen
- Verbesserung für den Urfahrmarkt, sodass dieser auch bei zunehmender Hitze in Zukunft das sein kann, was er jetzt ist: Ein großes Fest für die Linzer:innen
Bei der diese Woche stattgefundenen ersten Besprechung wurde also keine Planung diskutiert. Es lag lediglich eine erste Ideenskizze auf dem Tisch. Schließlich sollte es bei dem Termin darum gehen, Vorbereitungen für konkrete Planungen auf den Weg zu bringen. „Dass sich Vizebürgermeister Hajart gerade als Marktreferent komplett seiner Verantwortung entzieht und jegliche Verbesserungsvorschläge reflexartig ablehnt, ist kurzsichtig. Damit enttäuscht er viele Menschen, die sich zurecht Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen am Hitzehotspot Jahrmarktgelände erwarten. So schickt er nicht nur das unwürdige Schauspiel um die Zukunft des Areals in die nächste Runde. Er verhindert damit auch die im Sinne des Urfahrmarkts so dringend notwendigen Verbesserungen für das Gelände im Herzen der Stadt“, so Schobesberger.
Die kolportierten Zahlen sind reine Fantasiezahlen. Derzeit fehlen sogar für eine Grobkostenschätzung noch die Grundlagen. „Ich lade Vizebürgermeister Hajart daher dringend ein, sich konstruktiv an der Diskussion zu beteiligen und eigene Vorschläge einzubringen, anstatt medial Halbwahrheiten zu verbreiten. Das ist er nicht nur den Linzer:innen schuldig, sondern auch dem Urfahrmarkt“, hält Schobesberger fest.
Fotocredit: Violetta Wakolbinger